Die beiden Komponisten, die auf diesem Album zu hören sind, arbeiteten in Russland zu einer Zeit, als das Land Teil der internationalen Musikkultur geworden war und viele europäische Musiker sich entschieden, dort ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Der berühmte tschechische Cellist Vladislav Aloiz, dessen kosmopolitisches Klaviertrio in F-Dur eine inspirierende Mischung aus Schönheit, leidenschaftlicher Virtuosität und Witz ist, zog nach St. Petersburg, wo er eine Professur am Konservatorium erhielt. Der in Charkiw als Sohn einer österreichischen Familie geborene Alexander Winkler stand um die Jahrhundertwende ebenfalls im Zentrum der russischen Musik. Die lakonischen Themen seines meisterhaft geschriebenen Klaviertrios in fis-Moll erinnern an den späten Brahms.