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Paul Hindemith zählt zu den bedeutendsten deutschen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Die Sonate für Posaune und Klavier – eine von zahlreichen Sonaten, die er für verschiedene Instrumente komponierte – ist ein lebhaftes Meisterwerk, das hier zusammen mit einem zusätzlichen ‚Ruhig’-Satz aus einer Sonate aufgeführt wird, die er vor seiner erzwungenen Emigration unvollendet hinterließ. Hindemiths Lieder tendieren zur raffinierten Schlichtheit der französischen Mélodie und werden neben Poulencs lyrischer Oboensonate, Koechlins nachdenklichen „Trois Pièces“ sowie Auszügen von Maurice Ravel und Claude Debussy aufgeführt, die alle eigens arrangiert wurden, um die meisterhafte Musikalität des Posaunisten Guilhem Kusnierek zur Geltung zu bringen – gewöhnlich werden sie nicht mit diesem Instrument in Verbindung gebracht. Selten zu hörende Werke wie Koechlins sparsame, aber dennoch wunderbar ausdrucksstarke „Trois Pièces“ sind hier vertreten sowie Lieder, die eine lyrische Seite von Hindemiths Schaffen zeigen, die nur wenige Menschen kennen dürften. Der Posaunist Guilhem Kusnierek ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, darunter Lieksa (Finnland), Porcia (Italien) und Jeju (Südkorea). Er tritt sowohl national als auch international auf und gastiert als Solist bei bedeutenden Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Guilhem Kusnierek studierte bei Abel Thomas, Michel Becquet, Jörgen van Rijen und Daniel Lassalle (auf historischer Posaune). Christopher Park ist ein Pianist, der ‚mit seiner faszinierenden technischen Meisterschaft, seiner erstaunlichen musikalischen Reife und einem besonders intensiven Spielstil besticht’ – so die Begründung für den Leonard-Bernstein-Preis. Zu den Orchestern, mit denen Park aufgetreten ist, gehören die Wiener Symphoniker und das Spanische Nationalorchester,um nur zwei von vielen zu nennen. Zu seinen bisherigen Kooperationspartnern zählen Dirigenten wie Christoph Eschenbach und Paavo Järvi.