Die kanadisch-amerikanische Cellistin Elinor Frey spielt und dirigiert Carl Philipp Emanuel Bachs drei Cellokonzerte mit der Accademia de’ Dissonanti. Diese dramatischen Werke, reich an stürmischen Wechseln, aber auch an zarten Momenten, zeugen von C. P. E. Bachs feuriger Fantasie, in der Emotion und Melodie im Vordergrund stehen. Zu Bachs Zeiten war es üblich und wurde sogar erwartet, dass eine Darbietung persönlich geprägt war. Die Frage, „wie ein Cellist, der diese Werke uraufgeführt hätte, an diese Konzerte herangegangen wäre“, steht im Mittelpunkt dieser Aufnahme. Unter Rückgriff auf ein Vokabular der Verzierung und der melodischen Analyse, das sich aus der Musik des Komponisten und seiner Zeitgenossen ableitet, hat Frey das gesellschaftliche Milieu und die Instrumentalpraxis zu Bachs Zeiten rekonstruiert, um sich der damals üblichen Art und Weise anzunähern, wie diese Musik gehört und empfunden wurde.