Anna Fedorova präsentiert die späten Klavierwerke von Brahms. „Diese Werke vermitteln das Gefühl, als spräche er mit einer intimeren Stimme zu uns als je zuvor. Die Musik ist zutiefst persönlich, voller Zärtlichkeit, Nostalgie, Liebe und stiller Besinnung“, sagt Fedorova. „Seine lebenslange Verbindung zu Clara Schumann blieb ein zentraler Bestandteil seiner inneren Welt. Sie gehörte zu den Ersten, die diese Manuskripte zu Gesicht bekamen, und ihre Präsenz scheint diese Werke still zu begleiten.“ Op. 117 umfasst drei Melodien ohne Worte. Über Op. 118 schrieb Clara: „Es ist einfach wunderbar, wie dein Innerstes zu sprudeln, zu leuchten und zu flüstern scheint, stets durchdrungen von der Erhabenheit und Tiefe deiner Ideen!“ Bei Op. 119 scheint das Klavier erneut ein ganzes Orchester zu beherbergen, genau wie in den frühen Werken, die der junge Brahms vierzig Jahre zuvor Robert Schumann vorgelegt hatte.