Jean Roger-Ducasse besuchte gemeinsam mit Maurice Ravel die Kompositionsklasse von Gabriel Fauré. 1902 errang er immerhin den zweiten Platz beim Grand Prix de Rome, während Ravel bekanntlich nur den vierten Preis erhielt (Aymé Kunc siegte mit seine Kantate „Alcyone”). Roger-Ducasses Stil ist nicht wirklich impressionistisch, sondern geht vielmehr auf Frédéric Chopin zurück und ähnelt eher dem Faurés. Der renommierte britische Pianist Martin Jones nahm im Jahr 2015 das gesamte Klavierwerk von Jean Roger-Ducasse auf. Das Album versammelt die wichtigsten und bedeutendsten Werke und bietet eine umfassende Einführung in das Schaffen dieses heute fast vergessenen französischen Meisters.