Nimbus-Gründer Numa Labinsky hörte 1982 durch einen Zufall William Boughton spielen und lud ihn daraufhin zu einem Besuch bei Nimbus ein. Labinsky hatte die Qualität der LPs überprüft, die das Werk durchliefen. Eine davon gefiel ihm besonders gut: eine Aufnahme des neu gegründeten Vivaldi Ensembles mit William Boughton. Es kam zu einem Treffen, die Gespräche verliefen sehr gut und das Orchester, das nun den Namen English String Orchestra trug, machte am 31. Mai 1983 seine erste Aufnahme für Nimbus. Es handelte sich um ein Potpourri mit der Harfenistin Susan Drake mit dem Titel „Music for Harp and Strings“. Leider ist diese Aufnahme, ein Pionierwerk der Digitaltechnik, irreparabel beschädigt.
Anschließend nahm man zwei überaus erfolgreiche Alben mit englischem Repertoire (Elgar einerseits sowie Butterworth und Parry andererseits) auf. Vor allem bei den US-amerikanischen Radiosendern erfreuten sich die englischen Aufnahmen des English String Orchestra großer Beliebtheit. Daher erschien es vielleicht nicht opportun, diese zwischenzeitlich produzierten Aufnahmen mit Werken der tschechischen Meister Josef Suk, Antonín Dvořák und Leos Janáček zu veröffentlichen. Sie gerieten in Vergessenheit und wurden erst kürzlich in den Archiven wiederentdeckt. Nun erfahren sie, mit über 40-jähriger Verspätung, ihre Erstveröffentlichung.