Alle hier aufgenommenen Werke wurden zwischen 1825 und 1835 komponiert, als Felix Mendelssohn zwischen sechzehn und sechsundzwanzig Jahre alt war. Einen Großteil dieses Jahrzehnts verbrachte er auf Reisen, von Berlin über Weimar nach Paris, dann nach London und Schottland, bevor seine Arbeit in Düsseldorf schließlich zu seiner Ernennung als städtischer Musikdirektor und Dirigent des Gewandhausorchesters in Leipzig führte. Die „Klaviersonate in E-Dur“ und die „Klaviersonate in B-Dur“ sowie die „Phantasie“ (mit dem Untertitel „Sonate écossaise“) gehen auf Beethoven zurück, sind aber auch von Carl Maria von Weber, Johann Nepomuk Hummel und Ignaz Moscheles (dem die Phantasie gewidmet ist) beeinflusst. Die beiden kürzeren Werke („Scherzo à capriccio“ und „Capriccio“) zeigen vielleicht eine entspanntere Seite des Komponisten, frei von den Zwängen der Sonatenform. Franz Liszts virtuose Umarbeitung von Themen aus „Ein Sommernachtstraum“ rundet das Programm ab. Der 1953 in Manchester geborene Peter Donohoe studierte sieben Jahre lang an der Chetham's School of Music, machte seinen Abschluss in Musik an der Universität von Leeds und studierte anschließend am Royal Northern College of Music bei Derek Wyndham sowie in Paris bei Olivier Messiaen und Yvonne Loriod. Er wird für seine Musikalität, stilistische Vielseitigkeit und souveräne Technik gelobt und ist so zu einem der führenden Pianisten unserer Zeit avanciert.