Mit „The Holy Liftoff“ präsentiert der amerikanische Komponist Terry Riley eines seiner jüngsten und zugleich ambitioniertesten Werke. Ausgangspunkt war ein 2022 entstandenes Skizzenbuch voller Zeichnungen, grafischer Notationen und musikalischer Ideen, aus dem sich in den folgenden Jahren ein vielschichtiges Werk entwickelte. Charakteristisch für Riley verbindet „The Holy Liftoff“ präzise ausgearbeitete Komposition mit offenen Formkonzepten, die den Interpreten Freiräume bei Besetzung, Dauer und Ausgestaltung lassen.
Die hier eingespielte, rund einstündige Fassung von Samuel Clay Birmaher entstand in enger Zusammenarbeit mit Riley und den beteiligten Musikern. Sie verbindet mehrere Flöten mit Streichquartett und macht die außergewöhnliche Klangwelt des Werks in ihrer ganzen Vielfalt erfahrbar.
„The Holy Liftoff“ bildet die elfte Station von Claire Chase’ langfristigem Projekt „Density 2036“, mit dem die Flötistin bis zum hundertjährigen Jubiläum von Edgard Varèses wegweisendem Solowerk „Density 21.5“ neues Repertoire für ihr Instrument erschaffen lässt. Gemeinsam mit dem JACK Quartet, einem der führenden Ensembles für zeitgenössische Musik, widmet sie sich dieser faszinierenden Verbindung von Komposition, Improvisation und klanglicher Entdeckungsfreude.