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Beliczay: Sinfonie Nr. 1 / Serenade
 
Gál, Tamás / Budapest Concert Orchestra MÁV
Beliczay: Sinfonie Nr. 1 / Serenade
 Erschienen am: 24.Nov.2017
 Komponist:  Beliczay, Julius
 Label:  Sterling
 Art. Nr.: CDS1115
 Kategorie:  Sinfonische Musik
 Format: CD
 EAN: 7393338111528
"Ja, nach Beethoven hatten es die Komponisten nicht leicht: Nicht nur Brahms hörte angesichts Beethovens sinfonischem Neuner einen „Giganten“ hinter sich hermarschieren. Und so kam es, dass die Komponisten, die wirklich etwas zu sagen hatten, oft Jahre und Jahrzehnte damit haderten, eigene Sinfonien zu schreiben, während andere, von denen man es nun wirklich nicht unbedingt immer gebraucht hätte, Sinfonien in Hülle und Fülle in die Welt entließen. Deswegen war ich zunächst skeptisch, als ich diese Veröffentlichung mit Musik des Austro-Ungarn Julius von Beliczay in die Hände bekam: Unbekannter Romantiker, fast dasselbe Geburts- und Sterbejahr wie Johannes Brahms – …und was ist auf dem Album? Na klar, eine Sinfonie! Mal ehrlich: Da zuckt doch heutzutage keiner mehr. Doch schon die Opuszahl Nr. 45 zeigt: Beliczay hatte sich mit seinem sinfonischen Erstling Zeit gelassen. Und wenn man den nun hört, und dies zumal in der qualitativ äußerst ansprechenden Interpretation des bekannt soliden Budapester Eisenbahnorchesters, ist man wirklich verblüfft ob dieser ganz erstaunlichen Qualität dieser ersten Sinfonie eines Komponisten, von dem diese Veröffentlichung tatsächlich die derzeit einzige verfügbare weit und breit ist! Was für eine Entdeckung, denn was klingt hier nicht alles mit! Da hört man Anklänge an Beliczays Landsmann und Zeitgenossen Karl Goldmark, und natürlich gibt es auch Reverenzen an Ludwig van Beethoven und an Franz Schubert, im stürmischen Finale ganz unverkennbar auch an Robert Schumanns „Rheinische“ Sinfonie, an Felix Mendelssohns „Italienische“ und an Smetanas „Má vlast“ – eine Komposition, die damals brandneu war. Doch Julius Beliczay war bei all diesen, nicht wirklich überraschenden Aspekten (es muss ja nun einmal nicht jeder gleich ein Berlioz oder ein Mahler werden und die sinfonische Form auf den Kopf stellen) einfach ein frappierend guter Komponist! Seine erste Sinfonie schrieb er im reifen Komponistenalter, rd. zehn Jahre vor seinem Tod. Auch die ebenfalls auf dem Album enthaltene Serenade Op. 36 (die man von der Form her ganz gut als „Kammersinfonie“ klassifizieren könnte), stammt handwerklich von einem Komponisten der Kategorie „A-Liga“. Auch der melodisch-musikalische Gehalt – will sagen: Der Spaßfaktor – ist wunderbar reich an Stimmungen und Emotionen. Diese Musik will man gleich noch einmal hören und noch einmal …und eigentlich sollte so eine gute Sinfonie ehrlich gesagt zum Kanon gehören! Was für ein toller Fund! Der musikalische Selbstversuch wird unbedingt empfohlen! Hoffentlich hören wir bald noch viel mehr von Julius Beliczay! Für mich jedenfalls gehört dieses Album zu den aufregendsten Entdeckungen des laufenden Veröffentlichungsjahres."
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