Pablo de Sarasate wurde in Pamplona, Spanien, geboren und avancierte bereits im zarten Alter von zwölf Jahren zum gefeierten Geigenvirtuosen. Das Wunderkind wurde zum Studium an das Pariser Konservatorium geschickt, wo Sarasate den Rest seines Lebens verbrachte. Als national und international gefragter Solist war er der Widmungsträger einer großen Anzahl bedeutender Konzerte von Komponisten wie Max Bruch bis Henryk Wieniawski. Édouard Lalos „Symphonie espagnole“ wurde für Sarasate komponiert, der 1875 die Pariser Erstaufführung spielte. Das Werk ist in fünf Sätzen angelegt und strotzt nur so vor spanischen Themen, Rhythmen und Einflüssen, die zu dieser Zeit in Frankreich sehr beliebt waren. Ebenfalls für Sarasate komponiert wurde 1880 das dritte Violinkonzert von Camille Saint-Saëns. Das Werk ist in seinem gewohnt klaren, raffinierten, fast klassischen Stil geschrieben und hat sich als das meistgespielte seiner drei Violinkonzerte behauptet. Das Album wird durch Sarasates eigene Fantasie über Georges Bizets „Carmen“ vervollständigt – eine virtuose Glanzleistung für den Solisten, hier brillant gespielt von James Ehnes.