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Koller, Hans - Hans Koller & Friends

Koller, Hans

Hans Koller & Friends

Wie ein Sturm kam er nieder auf den noch unter Artenschutz stehenden deutschen Jazz: der Wiener Hans Koller, der in seiner Jugend nichts als ein Saxophon haben und darauf spielen wollte. Die Eltern kapitulierten und ein Musikerleben begann. Das war in den 30er Jahren. 1950 geht Koller nach München, aber die Jungs aus Germany konnten den Swing und den Bop noch nicht so recht. Aber dann: Rundfunk, erste Platten, gleich im Quartett mit Jutta Hipp, mit Albert Mangelsdorff im Quintett gibt es 1953 fünf Sterne im „Downbeat“; es folgt eine Tour mit Dizzy Gillespie, dann die langjährige Zusammenarbeit mit Oscar Pettiford. Zum Ausklang des magischen Jazzjahres 1959 trifft der Sound-Koller, wie ihn Mangelsdorff nannte, in Pirmasens auf einen ebenso stürmischen Martial Solal, der mit Roger Guérin (tp) und Michel de Villers (bs) aus Paris angereist ist – und es entfaltet sich eine denkwürdige SWF Jazz Session mit Spannung und Stimmung, wie es sie nur live geben kann. Die Jungs zeigen was sie drauf haben und grüßen selbstbewusst nach Übersee, wo im selben Jahr Miles mit Trane, Brubeck mit Desmond und Coleman mit Quartett gezeigt hatten, wo es lang gehen wird im Jazz. 1960 ist Koller bereits mit ganz anderen Musikern unterwegs: mit dem Brass Ensembel stellt er in der „Treffpunkt Jazz Stuttgart“ seine Qualitäten in Komposition und Arrangement unter Beweis.

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