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Froschauer, Helmuth / Kaufmann, Jonas / Hawlata, Franz - Der Vampyr

Froschauer, Helmuth / Kaufmann, Jonas / Hawlata, Franz

Der Vampyr

Dämonisches und Gespenstisches liegt in der Luft: wir befinden uns in der Epoche der Schwarzen Romantik, die ihre Schatten auch auf die Oper wirft. Schottischer Herkunft ist das Schicksalsdrama, das mit Erbflüchen, dunklen Schuldverstrickungen und blutigen Requisiten sein Wesen treibt, um fatalistische Schauer zu wecken. Unter den Zuhörern der ersten Aufführungen des "Vampyr" 1828 im Sächsischen Hoftheater Leipzig befindet sich auch der 15-jährige Richard Wagner. Mehrfach kreuzt Marschners Oper den Weg des Theateranfängers. 1833 beschäftigt sich der frisch gebackene Korrepetitor Wagner damit ausführlich in Würzburg. Wagner konnte sich noch über die „Ekelhaftigkeit des Sujets" der Marschneroper aufregen; selbst Hans Pfitzner muss das „Grausige“ des Textbuches beschwichtigend verteidigen und betonen, das "Schaudern" sei der "Marschnerschen Musik bester Teil". Noch Edgar Istel fasst seinen Theatereindruck in gotische Worte des Gruselns: „Wer es einmal mit angesehen hat, wie der niedergestochene Vampyr sich unter den Klängen der geisterhaften Marschnerschen Musik im Mondschein gespenstisch wiederbelebt und aufrichtet, der wird diesen Eindruck nie vergessen."

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